Man liest derzeit überall, dass die Bauzinsen momentan nicht zu toppen sind. Trotz dessen bleiben Baufinanzierer bei der Realisierung ihrer Anschlussfinanzierung oft bei ihrem derzeitigen Kreditgeber und verschenken so nicht selten Summen bis in den vierstelligen Bereich. Vielfach wird damit argumentiert, dass der Papieraufwand zu groß sei oder dies erneute Kosten bedeutet. Scheut man aus derlei Gründen den Wechsel zu der Konkurrenz, sollte man mit seinem derzeitigen Kreditgeber zumindest eine Zinsnachlass aushandeln. Die Argumente sprechen zugunsten des Kreditnehmers. Schließlich hat dieser bereits über Jahre bewiesen, dass er seine Schulden bezahlen kann und ein zusätzlicher ein Verweis auf die günstigeren Angebote der Konkurrenz, kann auch nicht schaden. Tatsächlich fallen die Wechselkosten oft gar nicht so hoch aus, wie einem der Kreditgeber weismachen möchte. Die Abtretung der Grundschuld ist meist nach einigen Monaten amortisiert und die Papiere hat der Kreditnehmer sowieso schon alle beisammen.
Wer sich also nicht auf eventuelle Nachlässe verlassen will, sollte rechtzeitig anfangen und Konditionen vergleichen. Spätestens vier Monate bevor die Zinsbindung endet, sollte man damit beginnen. Dabei ist nicht nur der Zinssatz entscheidend, sondern auch Eckdaten, wie die Zinsbindungsdauer, Sondertilgungsrechte und die Höhe der Tilgungsrate entscheidend. Letztere sollte man je höher setzen, desto niedriger der neue Zinssatz ausfällt. Hat man in früheren Jahren oft einen Tilgungssatz von 1 Prozent gewählt, sollte man diesen mindestens auf 2 Prozent erhöhen. Wählt man sogar einen Tilgungssatz von 3 Prozent, kann man die Kreditlaufzeit fast halbieren und spart so deutlich an Zinskosten. Wichtig jedoch ist, dass die monatliche Rate weiterhin bezahlbar bleibt.