Wer erst anfängt zu sparen, wenn er bereits im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung leben möchte, der muss entweder noch länger warten, bis er seinen Wunsch erfüllen kann oder er nimmt ungünstige Konditionen in Kauf.
Wer bereits Eigenkapital angespart hat, der kann dieses dem Finanzierer vorweisen und erhält damit bessere Finanzierungskonditionen. Denn so braucht jemand, der 40% Eigenkapital hat, nur 60 Prozent finanzieren. Das bedeutet, dass man bei einer Kaufsumme von bspw. 100.000 Euro bei 40.000 Euro Eigenkapital nur entsprechend 60.000 Euro finanzieren lassen muss. Das ist für die Bank ein sichereres Geschäft und so vergibt sie günstigere Zinsen.
Muss man aber den kompletten Kaufpreis finanzieren lassen, weil man kein Eigenkapital hat, so vergibt der Finanzierer bei der 100-Prozent-Finanzierung wesentlich höhere Zinsen.
Deshalb zahlt es sich oft doppelt aus, früh mit dem Sparen anzufangen. Oftmals wird das über einen Bausparvertrag gemacht, den entweder die Eltern bereits für ihre Kinder abgeschlossen haben oder den man selbst ab dem Alter von 16 Jahren abschließen kann. Im Moment ist das besonders günstig, weil die Bauzinsen aktuell sehr niedrig sind. Diese sichert man sich nämlich beim Abschluss des Vertrages bereits für ein eventuelles späteres Bauspardarlehen. Das muss man nicht in Anspruch nehmen, wenn man sich später doch nicht dazu entschließt zu bauen, denn man kann die Auszahlung aus dem Bausparvertrag letztlich nutzen, wofür man möchte. Es ist aber in jedem Falle zu empfehlen, das günstigere Bauspardarlehen zu nutzen, wenn man ein Interesse an den eigenen vier Wänden hat.