„Versicherungsdepot“ prüfen, hilft Geld sparen

Wer Kosten einsparen will, sollte sich Zeit nehmen und einmal alle Versicherungen sichten, die im Laufe der Zeit abgeschlossen wurden.

Wer da genau hinsieht, wird feststellen, dass vielfach ein Risiko doppelt abgesichert wurde.

Zu den häufigsten Fehlern gehört ein Mix aus einer Unfall- und einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Dass eine Absicherung gegen die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit zu den Formen der Absicherung gehört, die in jedem Haushalt zu finden sein sollte, liegt auf der Hand. Sieht man sich die Statistiken an, die klar belegen, dass immer häufiger auch jüngere Menschen gezwungen sind, krankheitsbedingt vorzeitig aus dem Berufsleben aussteigen zu müssen, sollten Überlegungen in Richtung Vorsorge gehen.

Bereits jeder Vierte ist hierzulande damit konfrontiert, auf seinen bisherigen Verdienst verzichten zu müssen, da eine dauerhafte Berufsunfähigkeit vorliegt.

Entfällt die Lebensgrundlage, das monatliche Einkommen, kann es für die Geschädigten schnell zu einem finanziellen Engpass kommen oder im schlimmsten Fall den Ruin herbei führen.

Schließlich kann man nicht auf die Erwerbsminderungsrente zählen, wenn man seinen gewohnten Lebensstandard weiterhin aufrecht erhalten will.

Für viele Erwerbsunfähige kommt noch hinzu, dass durch die gesundheitlichen Beeinträchtigungen oftmals noch zusätzliche Kosten anstehen, wie beispielsweise der behindertengerechte Umbau einer Wohnung.

Wer sich da rechtzeitig für eine Berufsunfähigkeitsversicherung entschlossen hat, kann dann wenigstens finanzielle Einschränkungen auffangen.

Trifft eine Berufsunfähigkeit einen Berufanfänger, wird es doppelt bitter. Wer nicht wenigstens fünf Jahre lang eingezahlt hat, steht in der Regel mit leeren Händen da. Daher ist es umso wichtiger, so früh wie möglich eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen.

Wie aber soll der Arbeitnehmer mit einer Unfallversicherung umgehen?

Seit der Rentenreform, Anfang 2001, gilt der Schutz, die eine gesetzliche Rente gegen den Fall einer Berufsunfähigkeit gewährleisten soll, als nahezu aufgehoben. Tritt dann der Fall einer Berufsunfähigkeit ein, wird auch eine herkömmliche Unfallversicherung keine Abhilfe schaffen.

Denn betrachtet man die Statistiken, zwingen weitaus weniger Unfälle zur Berufsunfähigkeit als vielmehr schwere Erkrankungen.

In nahezu 90 Prozent aller Fälle ist eine schwere Erkrankung die Ursache dafür, ins berufliche Abseits gestellt zu werden. Eine Unfallversicherung wird dann nicht für die finanziellen Folgen einer Berufsunfähigkeit aufkommen.

Wer also clever vorsorgen will, muss Versicherungsvergleiche unternehmen, um bei der nicht ganzen billigen Form der Absicherung durch die Berufsunfähigkeitsversicherung die günstigsten Konditionen nutzen zu können.

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